Ausgabe Herbst 2016 "Schmerz lass nach"

Multimodale Schmerztherapie

Schmerz, der nicht vergeht

Frieda S. ist eingeladen, doch sie geht nicht hin. Sie hat ständig Schmerzen und kann nie lange sitzen. Überhaupt kann sie nur aus dem Haus, wenn es warm ist, Kälte macht alles nur noch schlimmer. Einkaufen, Putzen, Kochen – immer begleitet sie der Schmerz. Deshalb liegt sie viel und tut wenig. Selbst zum Arzt geht sie nur, wenn man in der Nähe parken kann.

Seelische Schattenwürfe

Es tut weh, aber niemand will es glauben!

Ob und wie weh es tut, weiß immer nur der Betroffene selbst. Schon der körperliche Schmerz wird von Mensch zu Mensch, aber auch vom Einzelnen von Situation zu Situation unterschiedlich wahrgenommen. Hier zeigt sich der Einfluss der seelischen Befindlichkeit. Er kann so stark sein, dass er sich in Schmerzen ausdrückt, obwohl medizinisch gar keine Ursachen gefunden werden.

Aus Dortmund

Minderjährige Flüchtlinge in Deutschland

Schmerz unter psychischem Stress?

Verlusterfahrungen tun weh. Zumindest behauptet dies der Volksmund. Der Ärztliche Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz am Hohen Wall unterscheidet zwischen körperlichen Schmerzempfindungen und seelischen Traumata. Im Gespräch mit „Gesundheit im Dialog"-Redakteur Dr. Holger Böhm erläutert Karlheinz Fluchs den Unterschied im Zusammenhang mit minderjährigen Kriegsflüchtlingen.

Endometriose

Das Chamäleon unter den Frauenkrankheiten

„Bei einer Endometriose gerät Schleimhautgewebe aus der Gebärmutter an Stellen in der Bauchhöhle, wo es nicht hingehört", erklärt Chefarzt Privatdozent Dr. Georg Kunz vom St.-Johannes-Hospital. Er spricht von einem Chamäleon, weil die Ausprägung der Endometriose keine Schlüsse über die mögliche Ausprägung von Beschwerden erlaubt.

Unbewältigte Vergangenheit

Wenn das Gestern schmerzt …

„Die Generation in den Seniorenheimen ist von den Erfahrungen in Krieg und Nachkriegszeit geprägt“, berichtet Kristina Merita Benggok, die Seelsorgerin am Christinenstift in der Dortmunder Innenstadt. „Damals galten andere Regeln und die Umstände waren mit den gegenwärtigen nicht vergleichbar. Im Rückblick erscheint heute vieles schlecht, was damals selbstverständlich war. Unsere Senioren leiden oft schmerzlich unter Erinnerungen, die sie nicht loslassen können.“

Lebensqualität im Alter

Der Spagat zwischen Fürsorge und Überversorgung

„Schmerz ist ein sehr wichtiges Thema in der Geriatrie“, sagt Chefarzt Dr. Johannes Wunderlich vom St. Elisabeth Krankenhaus in Kurl. Menschen mit Altersgebrechen benötigen oft auch eine Schmerzbehandlung. Doch es ist schwierig, die subjektive Befindlichkeit richtig einzuschätzen, insbesondere wenn Patienten nur eingeschränkt über ihre Beschwerden berichten können.

Aus Hamm

Schmerztherapie am OTZ

Individuelle Lösungen für jedes Problem

Die konsequente Vermeidung von Schmerzen im Rahmen eines operativen Eingriffs sowie die Behandlung von Schmerzen infolge von Unfällen und degenerativen Veränderungen an Knochen, Gelenken, Sehnen und Bändern gehört zu den Kernaufgaben des Orthopädisch-Traumatologischen Zentrums (OTZ). Die beiden Chefärzte, Privatdozent Dr. Ulrich Quint und Dr. Hanns Helling, erläutern im Gespräch mit „Gesundheit im Dialog“-Redakteur Dr. Holger Böhm ihre Therapiekonzepte.

Seelsorge im Gespräch

Schmerz gehört zum Leben

Vor allem die Psalmen verweisen an vielen Stellen darauf, dass Schmerz für Menschen immer schon ein Thema gewesen ist. Körperliche und seelische Schmerzen gehören zum Leben und so erleben Menschen bis heute auch bei allem medizinischen Fortschritt Grenzen des Möglichen.

Aus Hamm

Schaufensterkrankheit

Verengungen und Verschlüsse im Gefäßsystem der Beine

„Verengte Blutgefäße als solche tun nicht weh“, sagt Chefarzt Dr. Sebastian Roth, „wohl aber die Organe und Gewebe, die bei Minderdurchblutung nicht mehr versorgt sind.“ Verengungen und Verschlüsse im Gefäßsystem können in allen Körperbereichen Beschwerden verursachen. Neben Herzinfarkt und Schlaganfall gehören Durchblutungsstörungen in den Beinen zu den verbreiteten Krankheitsbildern.

Fit durchs Leben

Bewegen verhindert Beschwerden

„Wir erwarten zu viel, wenn wir davon ausgehen, dass unser Körper allzeit bereit und schmerzfrei sein muss“, sagt Kirsten Grünewald. „Der Körper ist nicht dafür geschaffen hundert zu werden. Dennoch werden Menschen oft sehr alt und müssen mit Beschwerden leben.“

Tipps für den Alltag

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Kleine Tipps für den Alltag

Ohne Worte - fast, Festival als Lebenseinstellung, Unsere neuen Nachbarn, Eine Million Geheimnisse, Gute-Laune-Songs nach Maß

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